Abus

Die erste Anstellung 1994 in dem Kieler Designbüro von Michael Arpe war sehr lehrreich. Schon früh hat man dort auf digitale Entwurfsprozesse gesetzt. In dieser Zeit habe ich das rechnergestützte dreidimensionale Entwerfen lernen dürfen, in einer Zeit in der CAD Arbeitsplätze an SGI Workstations noch aberwitzig teuer und für Studenten unerreichbar waren.

Mein erstes Projekt, das ich digital ausgearbeitet habe war der Kettenzug für die Firma Abus. Die modular aufgebaute Konstruktion, ist gekennzeichnet durch die Aufteilung des Zuges in vier Komponenten: Elektroantrieb, Getriebe, Kettennussgehäuse und Elektronikbaugruppe. Das in Serie umgesetzte Design spiegelt diesen konstruktiven Ansatz wieder, der vor allem den Aufwand beim Service minimiert. Die Formgebung des Getriebegehäuses ergab sich wesentlich durch die Anforderung, die Füllmenge teuren Getriebeöls gering zu halten. Die Verschraubungen der Komponenten sind zur schnellen Montage leicht erreichbar. Leider folgt der gelbe Kettenbehälter des Serienproduktes nicht dem Entwurf und wurde vom Vorläufer übernommen. Das carry over part, der böse Geist des Industriedesigners.

ABUS ABUCompact GM 4